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Heidi Vogelhuber, Bietigheimer Zeitung vom 03.12.21

Christiane Kleinhempel zeigt ihre Schriftkunst

 

Die Linie steht im Vordergrund

»Früher habe ich mich als Kalligrafin bezeichnet«, sagt Christiane Kleinhempel, während sie im historischen Gebäudeteil der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen steht und auf ihre Werke schaut. »Aber die Definition dieses Begriffs ist mir einfach zu eng. Deshalb bezeichne ich mich mittlerweile als Schriftkünstlerin.« (...)
Die Schriftkunst von Christiane Kleinhempel ist genau das, was man sich vorstellt, wenn man den Begriff hört. Aber auch das genaue Gegenteil davon. Einerseits sind Buchstaben zu sehen, es gibt Sätze, ja sogar ganze Texte. Sprache steht im Fokus. Andererseits sagt die Künstlerin auch: »Meine Arbeiten sind gut, wenn man nichts lesen kann.« Viele ihrer Werke signalisieren dem Betrachter, dass es sich um Schrift handelt. Wie man seinen Kopf aber auch dreht und wendet, die Zeichen und Symbole fügen sich zu nichts Lesbarem zusammen. Das sogenannte »Asemic writing«, nutzt Buchstaben und Linien, ohne die Schrift mit Inhalt zu versehen. Zumindest keinem augenscheinlichen Inhalt, denn die Künstlerin gibt dem Betrachter mit den Titeln und Beschreibungen manchmal Hinweise. (...)
Neben der Schrift und Gedichten sind auch Musik sowie das Theater Inspirationsquellen. So setzte Kleinhempel beispielsweise Gustav Mahlers 5. Sinfonie oder das Gedicht »Ich bin der Welt abhanden gekommen« von Friedrich Rückert auf Papier um. Verschiedene Künste fließen ein, »ich übersetze die eine Kunst in eine andere«, beschreibt sie. (...)«