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Petra Neset-Ruppert, Bietigheimer Zeitung vom 8. Juli 2022

Corona im Künstler-Fokus

» (...) In diesem Jahre hat es zum ersten Mal ein Thema gegeben, dass sehr häufig aufgetaucht ist: Corona. Bisher gab es das noch nicht, dass ein Thema so stark vertreten war«, erzählt die Galerieleiterin. Sehr international sei das Bewerberfeld, Künstlerinnen und Künstler von allen Kontinenten der Welt haben ihre Werke eingereicht. Was auffalle, sei, dass auch wieder vermehrt junge Künstler die Technik des Linolschnitts für sich entdecken. Mehr als ein Drittel der Künstler sei aus den 1980er und 90er Jahrgängen. (...)
Künstler Philipp Mager erhielt von der Jury den ersten Preis für seine Farblinolschnitte »An der Steilküste«, »Der Spiegel« und »Vollmond 1«. »Meine Bilder sind eher träumerisch und zeigen teils reale Figuren«, erzählt der gebürtige Kölner. Auch seine Nichte kommt im Bild »Der Spiegel« vor. Gerade die Technik habe die Jury fasziniert, so Schenk-Weininger. Zwischen 40 und 50 verschiedene Farben habe Mager für seine Werke verwendet, weshalb jeder Druck ein Unikat sei, da er die vielen verschiedenen Farben so nicht wieder reproduzieren könne.
Den zweiten Preis erhielt die südkoreanische Künstlerin Alum Lee. Ihr Werk besteht aus 100 kleinen Bildern. »Ich wollte mir eine Tasche aus einem Karostoff nähen und als ich den Stoff auf den Boden legte um ihn zu schneiden, ist er mir verrutscht. Ich fand es spannend wie sich die Optik dadurch verändert hat und habe Fotos davon gemacht», erzählt die in Hamburg lebende Lee. Nachdem sie die Fotos in Tuschezeichnungen übertrug, kam sie auf die Idee es mit Linolschnitten zu versuchen. »Der Linolschnitt ist wie eine Skulptur. Das passte für mich«, so Lee. Drei Jahre benötigte sie für die Fertigstellung dieses Werkes. Ob sie dann auch noch die Tasche genäht habe? »Ja, aber die war dann gar nicht mehr so spektakulär«, lacht die Künstlerin. 
Den dritten Preis vergab die Jury an Florian Haas. Sein mehrere Meter großer Druck beschäftigt sich mit der Corona-Pandemie. »Es ist eine Referenz an den Totentanz. Das Bild ist aufgebaut wie ein Freizeitpark. Beginnend mit Ischgl thematisiert es auch Ereignisse wie Tönnies«, erzählt der aus Freiburg stammende Haas. »Es ist auch eine Art Zeitdokument, dass uns Dinge in Erinnerung ruft, die in Vergessenheit geraten sind«, so Leiterin Schenk-Weininger.«