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Gabriele Szczegulski, Bietigheimer Zeitung, 22. Juli 2022

Wie DLW die Stadt prägte

In der Städtischen Galerie ist die künstlerische Auseinandersetzung von Sara F. Levin mit der DLW-Geschichte zu sehen.

» (...) Die Städtische Galerie gab der Künstlerin Sara Focke-Levin den Auftrag, sich künstlerisch für das Kulturprojekt »Über:Morgen« der Kulturregion Stuttgart mit dem ehemaligen DLW-Gelände sowie dem gesamten Stadtteil im Aurain zu beschäftigen. »Für die, die nicht beim DLW arbeiteten, ist das Gelände ein weißer Fleck, riesengroß, mitten in der Stadt«, sagt Galerieleiterin Isabell Schenk-Weininger, eine gebürtige Bietigheimerin. »Ich wusste nicht, wie riesig das Fabrikgelände ist.« Ihr ging es mit dem Auftrag um die Aufarbeitung einer Firmengeschichte, die die Stadt geprägt hat wie keine andere. »DLW hat den Aurain erst erschaffen«, sagt sie. Für Focke-Levin, die in Vaihingen aufwuchs und in Ludwigsburg lebt, war das Gelände eine »Terra inkognito«. Ganz unbedarft, so sagte sie, wagte sie sich auf das »fremde Gelände«. Drei Monate lang suchte sie, fand viel, fotografierte, filmte, legte Pergamentpapier auf die Gleise und zeichnete sie mit Graphitstift ab. Entstanden ist eine künstlerische Annäherung an ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Phänomen, die Aufstieg und Niedergang einer Firma in einer Stadt zeigt – und welche Spuren sie hinterließ. Und das sind bei DLW nicht wenige. Die Firma sorgte dafür, dass aus der kleinen Stadt ein wohlhabender Ort wurde, die Bevölkerungszahl geradezu explodierte und prägte sie vor allem durch den Wohnungsbau städtebaulich. (...)»