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Johannes Koch, Ludwigsburger Kreiszeitung, 19. Januar 2024

Wie Tore zu einer anderen Welt

Wolf-Rüdiger Hirschbiel zeigt in der Städtischen Galerie eine Auswahl an Werken

»Was gerade nicht gezeigt wird und was sich dem Betrachter eigentlich entzieht, ist in der Kunst nicht selten genauso wichtig wie das, was offenkundig ist. Das gilt in besonderem Maße für die Werke von Wolf-Rüdiger Hirschbiel. Der Künstler aus Ilsfeld, 1942 in Stuttgart geboren und aufgewachsen in Bönnigheim, hat sich der – über die Jahrzehnte gewachsenen – Abstraktion der geometrischen Körper verschrieben. Häuser werden zu Ansammlungen von Rechtecken, Fenster zu leeren Quadraten, Landschaften zu farbigen Streifen verfremdet. Und doch – oder vielmehr gerade deshalb – schafft er es, die Fantasie zu beflügeln. Nun wird eine reiche Auswahl seiner Werke in der sehenswerten Ausstellung »Im engsten Raum Unendlichkeit gezeitigt« in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen gezeigt. (...)
Bei Hirschbiel entstehen fast immer größere Serien, mitunter sind es 30, 40, von denen die Städtische Galerie in der Regel immer wenigstens fünf zeigt, weil nur so die Formensprache des architektonischen Leitthemas deutlich wird. (...)
Flankiert werden die Aquarell-Serien durch mehrere Acryl-Malereien, die in der Regel deutlich abstrakter sind und doch eine Perspektive bieten. Fast immer vermitteln sie den Eindruck eines Fensters, einer Tür oder eines Vorhangs, eine Öffnung, durch die man nur den Kopf stecken müsste, um deutlich mehr von der Welt zu shen oder in eine andere hinüberzugleiten.«