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07. November 2026 bis 28. Februar 2027
Karl Hofer (1878–1955) gehört zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Deutschland. Auf der Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits politischer und modischer Strömungen entwickelte Hofer eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus – geprägt von eindringlicher Emotionalität, stiller Dramatik und hohem Symbolgehalt. Im Mittelpunkt steht dabei die Darstellung des Menschen in seiner Würde, Verletzlichkeit und Einsamkeit. Daneben schuf Hofer auch bemerkenswerte Landschaften und Stillleben. Sein Werk spiegelt seinen von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg ebenso wie seine persönliche Zerrissenheit.
Bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten positionierte sich Hofer deutlich gegen deren menschenverachtende Ideologie. In der Nachkriegszeit prägte er als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin maßgeblich die Debatte um Figuration und Abstraktion, u.a. in Opposition zu Willy Baumeister. Ungegenständlichkeit wurde zunehmend als zeitgemäßer Stil empfunden sowie als Ausdruck von Freiheit und Demokratie – als gemeinsame künstlerische „Weltsprache“.
Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über Hofers Schaffen mit rund 80 Gemälden von 1900 bis 1955 und präsentiert darüber hinaus einige aufschlussreiche Werkbeispiele seiner Künstlerkollegen in West- und Ostdeutschland. Die Werke stammen hauptsächlich aus der Hofer-Kollektion der Sammlung Arthouse und werden um einzelne wichtige Leihgaben ergänzt. Die eindrucksvolle Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale), Schloss Achberg und der Kunsthalle Rostock.
Eröffnung: Freitag, 6. November, 19 Uhr
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