21. März bis 21. Juni 2026
Für die Mehrzahl der Weltbevölkerung bestimmt Religion ihre Identität und ihre alltäglichen Lebensrhythmen. Auch die Kultur, Denkweisen und Moralvorstellungen des globalen Nordens waren jahrhundertelang von Religion geprägt – und sind es in unterschiedlicher Intensität noch immer. Viele Bildformeln und Rituale sind für uns in Mitteleuropa so selbstverständlich, dass wir diese kulturelle Prägung kaum noch wahrnehmen. Die Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Positionen, die der eigenen religiösen Fundierung nachspüren oder sich mit dem Interreligiösen beschäftigen. Die Künstler*innen kommen aus vielen Ländern, sind christlich, jüdisch, muslimisch, agnostisch oder atheistisch aufgewachsen – manche sind gläubig, andere haben eine kritische Distanz zur Religion. Die Ausstellung lädt die Besucher*innen zum Dialog ein und eröffnet die Möglichkeit, auf ungewöhnliche und vielleicht unerwartete Weise in die Sphären der Religion einzutauchen.
Eröffnung: Freitag, 20. März, 19 Uhr
9. Mai 2026 bis 6. Januar 2027
Der früh verstorbene Künstler Bernhard Obst (1956 in Ludwigsburg – 2015 in Bietigheim-Bissingen) ist wohl nur Kennern der regionalen Kunstszene ein Begriff. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und beteiligte sich erfolgreich an zwei Wettbewerben von »Linolschnitt heute«, doch Ausstellungen von ihm waren selten. Dabei schuf Bernhard Obst umfangreiche Zyklen mit symbolischen Inhalten, etwa zum Motiv des Vorhangs mit seinem Davor und Dahinter, seinem Enthüllen und Verbergen. Neben der Öl- und Acrylmalerei galt sein besonderes Augenmerk der feinen Zeichnung: Mit Bleistift oder Tusche überzog er großformatige Papiere mit unzähligen Strichen und Schraffuren. Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie mit Gemälden, Zeichnungen und Linolschnitten aus dem Nachlass des Künstlers einen repräsentativen Querschnitt seines eindrucksvollen Schaffens – eine Entdeckung!
11. Juli bis 18. Oktober 2026
Die umfangreiche Sammlung der Städtischen Galerie hat zwei Schwerpunkte – den künstlerischen Linolschnitt und die regionale Kunst –, deren Werke in wechselnden Ausstellungen regelmäßig vorgestellt werden. Doch so hat das Publikum sie noch nie gesehen: Durch ungewöhnliche Raumgestaltungen und Sitzgelegenheiten ergeben sich neue Perspektiven und durch Mitmach-Angebote neue Zugangsweisen zu den Kunstwerken. Die Ausstellung findet im Rahmen des Festivals „Beyond Fun“ der KulturRegion Stuttgart statt und greift Friedrich Schillers Feststellung auf, dass der Mensch nur da ganz Mensch sei, wo er spielt. Und wo könnte dies besser gelingen als im Museum, wo die zweckfreie Beschäftigung im Spiel auf einen Raum trifft, der abgekoppelt vom sonstigen Alltag ist? Die „Spielwiese Kunst“ schafft neuartige Wahrnehmungserlebnisse – vor allem wird sie ganz viel Spaß machen…
Eröffnung: Freitag, 10. Juli, 19 Uhr
7. November 2026 bis 28. Februar 2027
Karl Hofer (1878–1955) gehört zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Deutschland. Auf der Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits politischer und modischer Strömungen entwickelte Hofer eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus – geprägt von eindringlicher Emotionalität, stiller Dramatik und hohem Symbolgehalt. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Darstellung des Menschen, doch schuf Hofer auch Landschaften und Stillleben. Sein Werk spiegelt seinen von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg ebenso wie seine persönliche Zerrissenheit. Als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin prägte er maßgeblich die Nachkriegsdebatte um Figuration und Abstraktion. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über Hofers Schaffen mit rund 80 Gemälden, entstanden zwischen 1900 und 1955.
Eröffnung: Freitag, 6. November, 19 Uhr

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