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Bianca Walf, BiBi, Das Stadtmagazin für Bietigheim-Bissingen, No.3, Nov 25 bis Feb 26

Durch die Augen Aller

»Zum 50 - jährigen Jubiläum der Doppelstadt fordert die Städtische Galerie jetzt die kreative Schwarmintelligenz heraus: Die Stuttgarter Künstlerin Doris Graf hat rund 800 Menschen ihre Bietigheim-Bissinger Lieblingsorte zeichnen lassen und die Quintessenz daraus für die Ausstellung »XPlaces ToBe« festgehalten. 
Istanbul, Rio, Havanna und jetzt Bietigheim-Bissingen: Nach fast 15 Jahren, in denen Doris Graf sich bereits mit Städten und den Menschen, die in ihnen leben, auseinandersetzt, hat sich nun eine Art kreativer Full-Circle-Moment ergeben: Geboren wurde ihr vielfach ausgezeichnetes Kunstprojekt »CityX« in ihrer eigenen Heimat Stuttgart. Mit der Bietigheim-Bissinger Edition ist es nun nach 18 Stationen auf der ganzen Welt nach Schwaben zurückgekehrt. Das Prinzip dahinter ist so einfach wie genial: »Jeder Mensch trägt sein eigenes Bild der Stadt in sich«, erklärt Doris Graf – mosaikartige Fragmente, die zusammengenommen ein neues Ganzes ergeben können. Genau dort setzt sie mit ihrer Arbeit an: in offenen Zeichenaktionen lässt die Künstlerin ganz unterschiedliche Menschen darstellen, wie sie ihre Stadt sehen – je mehr, desto besser: Wahrzeichen, Traditionen, Landschaften, Lieblingsorte, aber auch Kritik an der eigenen Heimat finden so ihren Weg aufs Papier. (...)
Nach eingehender Analyse entwickelt sie für jede Stadt eine piktografische Bildsprache. Was entsteht, sind vereinfachte und zugleich ausdrucksstarke Symbole, die individuelle Perspektiven aufnehmen und zu einer kollektiven Identität verdichten. Aus Strichen werden Zeichen, aus Zeichnungen eine Stadt – neu gedacht, neu gesehen mit den Augen aller. (...)
Die Ergebnisse bieten seit Anfang Oktober eine lokale Ergänzung zur Ausstellung und werden der Stadt auch erhalten bleiben. So schenkt sich Bietigheim-Bissingen zum 50. Geburtstag nicht nur eine Ausstellung, sondern ein kollektives Porträt seiner selbst, das daran erinnern soll, wie aus Vielen Eins werden kann und wie tief uns unsere Heimat verbindet.«