»(…) Denn Doris Graf stellt nicht nur ihre Werke aus, sie erschafft im Auftrag der Stadt auch eine Werkreihe für Bietigheim-Bissingen. In einem Partizipationsprojekt soll aus Stadt Kunst werden. Denn das ist Grafs Art, Kunst zu erschaffen.
Das »CityX«-Projekt
»Meine Arbeit ist vor allem durch das »CityX«-Projekt bekannt geworden«, berichtet Graf. Und das funktioniert so: Doris Graf sucht sich eine Stadt aus, sucht Kooperationspartner vor Ort und interagiert mit Einwohnern der Stadt. Dafür gibt sie Blätter aus, auf die ein Kästchen gedruckt ist, das mit einer Blei-und Buntstiftzeichung zur eigenen Stadt befüllt wird. Auch ist Erklärtext dazu möglich. Was verbindet man mit der eigenen Stadt? Was ist schön, was stört? »Es geht um die Idee dahinter, nicht darum, ob es toll gezeichnet ist«, sagt Graf. Hat sie genügend Eindrücke zusammen (»Unter 500 gehe ich nicht nach Hause«), fängt ihr Schaffensprozess an. Sie schaue in ihrem Studio die Blätter durch, lasse sich konzentriert auf die Bilder ein, sortiere thematisch, fertige erste Skribbels an. Später arbeitet sie am Computer. »Es geht dabei nicht um meine Sicht auf eine Stadt, sonden den Blick der Menschen«, sagt sie. Das Medium Kommunikation sie für sie das Bild. Außerdem erklärt sie: »Mein Werkzeug ist nicht der Pinsel, sondern Computer und Maus.«
Das fertige Kunstwerk sind quadratische Platten aus Acrylglas, die an Schilder erinnern. (...)
Doris Graf war schon in Dutzenden Städten unterwegs: Rio de Janeiro, Istanbul, Maputo, Sao Paulo, Havanna, Ostfildern und vielen weiteren. In Kürze wird auch Bietigheim-Bissingen Teil des »CityX«-Projektes werden.
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