Ausstellungen
Rückblick 2024
18. November 2023 bis 25. Februar 2024
„Seit ich das erste Mal Bilder von van Gogh sah, hatte ich kein ähnliches Erlebnis […].
Der Glanz, der von Kleinschmidts Werken ausgeht, ist nicht schwächer.“
(Julius Meier-Graefe)
Der große Kunstschriftsteller der Weimarer Republik Julius Meier-Graefe, ein entschiedener Verfechter der Kunst Paul Kleinschmidts, nannte ihn einen Dichter und Minnesänger. Seine Bilder seien Hymnen der Malerei – ob im Figurenbild, den Stillleben oder den Landschaften.
Paul Kleinschmidt wurde vor 140 Jahren in eine künstlerisch geprägte Familie geboren. In den 1920er Jahren entwickelte er sich zum Maler des ausschweifenden Berliner Großstadtlebens, der Varietés, Theater und Kaffeehäuser. Von großer Sinnlichkeit sind auch seine opulenten Stillleben. Weniger bekannt sind seine – teilweise von Industrie und Fortschritt geprägten – Landschaften, in denen er Eindrücke von Reisen nach Oberschwaben, Südfrankreich und New York verarbeitete. Sein zwischen Realismus, Expressionismus und Neuer Sachlichkeit angesiedelter Stil ist unverwechselbar.
Als Kleinschmidt 1934 – inzwischen nahe Ulm lebend – auf dem Höhepunkt seiner Malerkarriere stand, wurden seine Bilder von den Nationalsozialisten als entartet diffamiert und er selbst ins Exil getrieben. Nach Aufenthalten in der Schweiz, Holland und Frankreich wurde er 1943 zwangsweise ins Deutsche Reich zurückgeführt und starb 1949 im hessischen Bensheim.
In Kooperation mit dem Schloss Achberg widmet die Städtische Galerie diesem Ausnahmekünstler eine umfassende Retrospektive mit rund 120 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken.
Kuratorenteam Michael Maurer, Leiter Schloss Achberg, mit Dr. Isabell Schenk-Weininger und Dr. Petra Lanfermann
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